13 Oktober 2011
Die ersten 11 Jahre
Genau 11 Jahre später, Anfang 1969, gründeten einige Anwohner des" Viertels" unterhalb der Eisenbahnstrecke eine Interessengemeinschaft ( IG ), um wieder einen kleinen Umzug zu organisieren. Der erste Karnevalszug ging als" Schneezug" in die Vereinsgeschichte ein. Als er startete, schneite es ohne Unterlass. Deshalb standen nur wenige Zuschauer am Wegesrand. Die Zugteilnehmer hatten ihren Spaß an der Freude und ließen sich keineswegs entmutigen. Die Mitgliederzahl der IG stieg auf über 30 Personen an. Sie verbesserten die Organisation für den nächsten Zug am 08. Februar 1970 . Dieser bestand aus 22 Einheiten (Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen ) und nahm folgenden Weg: Eckenerstrasse, Nordstrasse, Rennbahn, Hermann-Löns-Strasse, Kolpingstrasse, Stolberger-Strasse, Trierer Strasse, Eckenerstrasse
Etliche Ortsvereine wirkten mit. Die Johanniter-Unfallhilfe übernahm die Sanitätsbetreuung, eine Aufgabe, die sie bis zum heutigen Tag ohne Unterbrechung erfüllt. Die Regulierung der organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten überstieg indessen die Möglichkeiten der IG. Deshalb wurde sie am 16. März in einen nicht eingetragenen Verein umgewandelt. An der Gründungsversammlung im Vereinslokal Frings, nahmen 49 Personen teil. Die vorgelegte Satzung sowie der Vereinsname" Brander Unterbähner" fanden einhellige Zustimmung. Die ersten Vorstandsämter wurden zur damaligen von folgenden Personen besetzt:
Josef Sistenich, Günter Beck, Erwin Kerres, Herbert Frantz , Leo Schartmann, Paul Hoffmann, Arno Frings, Herbert Leuchtenberg, Matthias Veiten und Wolfgang Voß, Horst Schumacher, Heinz Böhland und Peter Nysten.
Bei der Gemeinde Brand wurde beantragt, das Gemeindewappen innerhalb des Vereinsemblems führen zu dürfen. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Das Wappen wird seitdem für den Schriftverkehr sowie als dekoratives Motiv im Karnevalszug verwendet. Im Oktober 1970 kam es zu einer Versammlung der Brander Ortsvereinen und Schulen, in der Klargestellt wurde, das die Unterbähner keine Konkurrenz zu den bestehenden Karnevalsvereinen betreibe, sondern sich ausschließlich auf den Strassenkarneval konzentriert. Zwischenzeitlich hatten die Unterbähner eine Spendenaktion bei der Brander Geschäftswelt vorbereitet. Dieser Erlös diente der Förderung des karnevalistischen Brauchtums. 1971 gab es von der Gemeinde Brand den ersten Zuschuss zur Teilfinanzierung des Zuges. Die Kosten wurden aus den Mitgliedsbeiträgen gedeckt.
Am 20. Januar 1971 wurde der Bürgerverein Brand gegründet, wo die Unterbähner als juristische Person beitraten. Im Karnevalszug glossierten Wagen und Fußgruppen, die sich überwiegend mit dem Thema der Eingemeindung nach Aachen befassten.
1971 wurde erstmalig ein Sammelwagen mitgeführt. Erster Schirmherr Bürgermeister Paul Küpper Dies war der Beginn aller nachfolgenden gemeinnützigen Sammelaktionen.
Im Sommer 1971 mieteten die Unterbähner in der Nordstrasse eine baufällige Halle für den Wagenbau an.
1974 war die Fettdonnerstagsveranstaltung keine Gemeinschaftsarbeit der drei großen Karnevalsgesellschaften mehr, sondern die Brander Unterbähner zeigen sich bis heute dafür alleine verantwortlich. Der Karnevalszug war unterdessen wieder ein fester Bestandteil des Brander Brauchtums geworden. Richtlinien zur Teilnahme an künftige Veranstaltungen wurden verfasst. Neues Domizil des Wagenbaus, wurde die Halle in Komerich.
Am 21. Dezember 1977 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen und führt seitdem den Namen : „Brander Unterbähner e.V. „
Ab 1978 fanden immer Teilvorstandswahlen statt. So war gewährleistet, dass immer die Hälfte der Vorstandsmitglieder im Vorstand verblieben.
1979 das erste 11 jährige Jubiläum. Im Zug trugen die Unterbähner erstmals die blauen Kassacks, in Anlehnung an die Uniform der Bundesbahn.

Walter Crombach
13. Oktober, 2011 | #
Walter Crombach
13. Oktober, 2011 | #